Leider müssen die beiden Veranstaltungen aus Krankheitsgründen abgesagt werden!
Zwangsmaßnahmen und freiheitsentziehende Maßnahmen sind eine Realität – auch wenn sie für alle Beteiligten belastend sind und oft einen tiefen Einschnitt im Leben der Betroffenen bedeuten. Doch ist Zwang immer notwendig? Oder lässt er sich durch andere Haltungen und Handlungsmöglichkeiten verhindern?
Im Herbst 2025 widmet sich „Ariadne“ in zwei Veranstaltungen diesem sensiblen Thema: Ein Vortrag mit anschließenden trialogischen Überlegungen beleuchtet grundlegende Fragen zu Zwang in der Psychiatrie während am Folgetag ein Seminar Raum für vertiefende Auseinandersetzung anhand konkreter Fallbeispiele bietet.
Die beiden Veranstaltungen richten sich an Mitarbeiter*innen der psychiatrischen und sozialpsychiatrischen Dienste, Psychiatrie-Erfahrene, Angehörige, Studierende sowie alle Interessierten und können unabhängig voneinander besucht werden.
Anmeldung zu einer der Veranstaltungen (oder auch beiden) bis einschließlich 03.11.2025 beim Verband Ariadne: Tel. 0471 260 303, Whatsapp an 327 7606906 oder e-mail an info@ariadne.bz.it.
Klickt (…hier…) um das Faltblatt mit allen Informationen herunterzuladen.
Vo
rtrag und trialogische Überlegungen
Freiheitsentziehende Maßnahmen in der Psychiatrie
Was ist Zwang? Was sind freiheitsentziehende Maßnahmen? Warum gibt es sie in der Psychiatrie? Sind sie vermeidbar? Gibt es Graubereiche zwischen Zwangsmaßnahmen und therapeutischen Maßnahmen? Diese und weitere (Publikums-)Fragen werden im Vortrag erörtert. Trialogisch werden die Perspektiven von Betroffenen, Angehörigen und beruflich Tätigen mit einbezogen.
Datum: Donnerstag, 06. November 2025
Zeit: 15:00-17:00 Uhr
Ort: Brixen – Cusanus-Akademie (Seminarplatz 2)
Teilnahmebeitrag: 10,00 Euro, frei für Ariadne-Mitglieder u. Studierende
Sprache: deutsch mit Simultanübersetzung
Prävention von freiheitsentziehenden Maßnahmen
Freiheitsentziehende Maßnahmen (FM) sind eine Realität. Worin bestehen diese Maßnahmen? Welche konkreten Voraussetzungen wären notwendig, um FM zu verringern? Könnte mit ausreichender Präventionsarbeit ganz darauf verzichtet werden? In diesem Seminar kommen Betroffene, Angehörige und beruflich Tätige zu Wort. Mit konkreten Fallbeispielen nähern wir uns einem Perspektivwechsel und beleuchten Konflikt- und Deeskalationsstrategien in unserer von einem starken Kulturwandel geprägten Zeit.
Datum: Freitag, 07. November 2025
Zeiten: 09:00-12:30 und 14:00-16:30 Uhr
Ort: Brixen Krankenhaus, Dantestraße 51 – Gebäude C – Turnsaal
Teilnahmebeitrag: 40,00 Euro, für Ariadne-Mitglieder 10,00 Euro
Sprache: deutsch ohne Simultanübersetzung
Durch die beiden Veranstaltungen führen die beiden Referenten:
Friedrich Leidinger, Hürth bei Köln (D), Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Geriatrie und Master (MBA) in Health Care Management; Sachverständiger in der Staatlichen Besuchskommission über Hilfen und Schutzmaßnahmen bei psychischen Erkrankungen (PsychKG) in Nordrhein-Westfalen;
Manuel Gatterer, Brixen (IT), Lehrkraft für Sprachförderung für Menschen mit Migrationshintergrund; Magister in Sprach-, Kultur- und Bildungswissenschaft – Universität Wien; Genesungsbegleiter PROSPECT und EX-IN im sozialpsychiatrischen Bereich mit Zertifikaten vom Europäischen Dachverband für Angehörige von Menschen mit einer psychischen Erkrankung (EUFAMI) und EX-IN Deutschland;
Gemeinsam haben die beiden Referenten ein Kapitel zum Thema „Zwang aus der Perspektive der Angehörigen“ für das Handbuch „Ethics in Psychiatry. The European Perspective.” Springer, 2025 verfasst. Herausgeber: H. Helmchen, N. Sartorius und J. Gather

