Aufgrund des Dpcm 08/03/2020 „Covid 19“ müssen wir den Vortrag leider absagen! Sobald ein neuer Termin feststeht, teilen wir dies mit.

 

 

Kaum ein gesundheitliches Thema ist so umstritten wie die Verwendung von Psychopharmaka. Ohne Zweifel können sie Menschen in manchen Phasen ihrer Krankheit hilfreich sein und die Selbstheilungskräfte der Betroffenen aktivieren. Andererseits haben sie nicht nur wegen ihrer nachhaltigen Nebenwirkungen einen zweifelhaften Ruf. Vor allem im psychiatrischen Bereich hat man oft den Eindruck, das Verschreiben von Medikamenten sei die einzige Antwort auf diese Erkrankungen.

Bei vielen Vorurteilen und Vermutungen ist nüchterne Information besonders gefragt. Primar Roger Pycha untersucht die vier Klassen gebräuchlicher Psychopharmaka, ihre wahrscheinlichen Wirkungen und ihre möglichen Nebenwirkungen und geht auf Möglichkeiten des Reduzierens und Absetzens ein.

Auf der anderen Seite besteht aber auch die Gefahr einer missbräuchlichen Verwendung – diese Pillen sind keine Spielzeuge für den Hausgebrauch. Überdies möchten wir uns aber auch kritisch mit dem Einsatz, der Dosierung auseinandersetzen und gleichzeitig auf mögliche Alternativen hinweisen, da oft zu schnell auf Medikamente zurückgegriffen wird. Es geht dabei nicht um die Entscheidung, Psychopharmaka ja oder nein, sondern darum, welches Behandlungsumfeld oder welche Begleitung man einem Menschen, der sich in einer Krise befindet, bieten kann.

Im Anschluss an das Impulsreferat findet eine trialogische Diskussionsrunde mit Expertinnen und Experten aus Erfahrung, Angehörigen und dem Referenten statt.

Referent
Roger Pycha, Primar des Psychiatrischen Dienstes Brixen

Datum und Uhrzeit
Mittwoch, 25. März 2020
19:00 bis 21:00 Uhr

Ort
Raiffeisensaal Sterzing,
Eingang Schwalbenegggasse

Anmeldung
Sozialsprengel Wipptal
Tel. 0472 726 000

Eintritt frei!